Unglaublich- 25 Jahre CERVIN.
Ich erinnere mich noch an die Anfänge. Pastor Gumbel begann diese wertvolle Arbeit. Ich hätte niemals gedacht, dass auch ich sie eines Tages in Anspruch nehmen müsste. Ich tauschte mich, denn 10 Jahre nach diesem Gedanken bat ich den CERVIN darum, meinen Sohn aufzunehmen. Die Antwort war: „Dein Sohn muss die Therapie wollen.“
Es hat danach noch 12 Jahre gedauert, bis ich ihn eines Tages bei Tagesanbruch nackt aber mit allen seinen Schlüsseln und Dokumenten fand. Ich dachte- jetzt oder nie!
Mein Ehemann der auch schon krank war, stimmte zu, meinen Sohn fast zu zwingen, in den CERVIN zu gehen. Renato würde zu Hause sehr fehlen, weil er half, seinen Vater zu pflegen. Im Oktober 1996 kam Alcione und holte Kleidung, die Renato für die Therapie brauchen würde. Der erste Teil der Therapie fand in der Stadt statt. Nur Weihnachten konnten wir ihn besuchen. Bei dem monatlichen Besuch im Januar war Roldão anwesend, was gut war, denn Renato begann darum zu bitten, nach Hause kommen zu dürfen, weil er meinte, er sei geheilt.
Roldão half mir, standhaft zu bleiben. Ich schrieb Briefe und bekam Antworten von ihm. In jedem Brief bat er darum, abgeholt zu werden. Nach 12 Monaten hat er seine Therapie abgeschlossen, aber wir hatten das Gefühl, es wäre besser, wenn er noch einen Monat bliebe. Damals lernte ich Sepp kennen, der mir eine große Hilfe wurde. Jedes Mal, wenn Renato jammerte, dass er nach Hause wolle, gab Sepp mir Kraft und so blieb er 13 Monate. Renato verwandelte sich in einen Mann. Er markierte in seinem Kalender jeden Tag, an dem er trocken blieb. Er gab zu, dass ihm das sehr helfe. Im Oktober 2009, war er 13 Jahre trocken und ich weiß, dass er so weitermachen wird. Für mich war und ist es ein Wunder, dass er sich in eine ehrenwerte Person geändert hat, bekannt und respektiert. Was Hilft, ist der Glaube an Gott und die Liebe, die mein Sohn für mich und seinen Vater hat.
Suzane Behrend
Rolândia-PR