Die Therapie


Vorträge
Der CERVIN veranstaltet Vorträge in öffentlichen und privaten Institutionen. Die Themen, die angesprochen werden, sollen aufklärend die Gefahren des Drogenkonsums aufzeigen und so zur Prävention beitragen. Auf diese weise werden derzeit jährlich ca. 1200 Menschen informiert. Unser Redner ist der Pädagoge Luiz Carlos de Arruda, Spezialist auf dem Gebiet der Drogentherapie.
Foto: Vortrag über Drogenprävention für Schüler

Besichtigung
Es kann jederzeit ein Termin zur Besichtigung des Rehazentrums vereinbart werden. Bei dem Besuch kann das Gelände angeschaut und Gespräche mit den Patienten geführt werden, um mehr über ihre jetzigen Schwierigkeiten in der Rehabilitation und sozialen Eingliederung kennenzulernen. Diese Besichtigungen können mit einem Vortrag verbunden werden (siehe oben).
Foto: Besichtigung einer Gruppen

Selbsthilfegruppen (Nachbetreuung)
Alle Patienten im CERVIN besuchen während ihrer Therapie eine Selbsthilfegruppe. Diese Gruppen befinden sich in den fünf Städten Apucarana, Cambé, Londrina, Rolândia und Maringá, die alle in relativer Nähe des CERVINs liegen. Hier nehmen auch Ex-Schüler(innen), Personen mit ähnlichen Problemen und die Familien der Drogensüchtigen teil. Zweck dieser Gruppen ist,
a) Hilfe und Orientierung für Familien, die einen Drogensüchtigen in ihrer Familie haben;
b) Hilfe für Personen, Drogenprobleme zu überwinden oder zu verhindern;
c) Hilfe für den Patienten, sich schon während der Behandlung in das soziale Gefüge zu reintegrieren.
Sollte die Familie eines Patienten nicht in einer dieser Städte wohnen, wird ihnen ans Herz gelegt, in eine Selbsthilfegruppen in ihrer Nähe zu gehen.

Zusammenarbeit mit CAPS AD
CAPS AD („Zentrum für sozialpsychologischer Hilfe – bei Problemen mit Alkohol und anderen Drogen“)
CAPS ist eine Partnerinstitution des CERVIN. Sollte noch kein eindeutiges Drogen-Missbrauchsverhalten ausgebildet sein, so können hier gefährdete Personen psychiatrische Betreuung erhalten und an Selbsthilfegruppen teilnehmen. Bei CAPS arbeiten Psychologen, Sozialarbeiter, Ärzte, Beschäftigungstherapeuten, Krankenpfleger und Sportlehrer in der Betreuung der Hilfesuchenden mit.
Foto: CAPS AD (Centro Atenção psicossaociais – Alcool e outras drogas)

Zusammenarbeit mit Kirchen
CERVIN ist eine christliche Institution, jedoch an keine Denomination gebunden. Angehörige aller Glaubensrichtungen werden angenommen. Kirchen, unabhängig von ihrer Denomination, beteiligen sich durch Gottesdienste, Vorträge, Hilfe bei der Arbeitssuche und finanzielle Unterstützung an der Arbeit des CERVIN. Monatlich werden verschiedene Gemeinden besucht, damit die Patienten selbst entscheiden können, ob und wie sie sich in einer Kirche integrieren wollen.

Die eigentliche Behandlung
Um die Behandlungen möglichst effektiv durchführen zu können, ist die Drogenreha in zwei Einheiten unterteilt: für Männer in Rolândia und für Frauen in Cambé. Bei den Männern unterteilen wir außerdem noch in Jugendliche (12 bis 17 Jahre) und Erwachsene (ab 18 Jahren). Jede Abteilung hat ihr eigenes Programm und eigene Mitarbeiter. Die Programme ähneln sich nur in der Grundstruktur (Administration) und in der Therapieabfolge, die sich wie folgt einteilen lässt:
Probezeit: Innerhalb des ersten Monats lernt der Patient die Einrichtung mit ihren Therapiemethoden kennen. Falls der Patient willens ist, sich dieser Behandlung zu stellen, kommt er in die erste Phase.
erste Phase: Diese Phase dauert unterschiedlich lange: für Erwachsene zwei Monate und für Jugendliche eineinhalb.
zweite Phase: für Erwachsene zwei Monate und für Jugendliche zweieinhalb
dritte Phase: einen Monat
Nach sechs Monaten, also 180 Tagen, schließt der Patient seine Therapie ab. Für mehr Details über den Ablauf im Rehazentrum, klicken Sie auf “Leben im CERVIN”.

Prävention vor Rückfall
Es wird jedem Patienten, der die Therapie erfolgreich beendet, empfohlen, sich einer Selbsthilfegruppe und einer Kirche anzuschließen. Die therapeutischen Mitarbeiter (Sozialtherapeuten, Psychologen, Betreuer) können auch nach Abschluss der Behandlung noch aufgesucht werden.
Für Jugendliche, die keine Familie haben, besteht eine Partnerschaft mit dem „Casa de Apoio“ („Haus der Hilfe“). Der Jugendliche bekommt dort Unterstützung in einer Pflegefamilie, in der ihm gezeigt wird, wie er sich in der Gesellschaft neu einfinden kann.